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Geschichte der Magersucht


Inzwischen gibt es mehrere Bücher, die sich mit der historischen Geschichte der Magersucht beschäftigen.
Das bekannteste ist folgendes:

Walter Vandereycken, Ron van Deth, Rolf Meermann
Wundermädchen, Hungerkünstler, Magersucht

Die Frage, ob die Ursache der Magersucht im heutigen Schönheitsideal - der Schlankheitsmode - zu suchen ist, veranlasste die Autoren, das Phänomen "Fasten" auch in der Vergangenheit zu untersuchen.
Das Rätsel der Magersucht ist für den Außenstehenden kaum zu ergründen. Junge Menschen geraten in eine Hungerwelt und hüten sie wie einen geheimen Schatz. Sie zerstören sich selbst, aber fühlen sich nicht krank, ganz im Gegenteil: zu hungern gibt ihnen Macht, Stärke, Lebenssinn und Lebensinhalt. Die Autoren tauchen ein in die Geschichte dieser "Krankheit" und fördern Erstaunliches zutage: Da gibt es die Askese schon bei den Wüstenvätern, bei spätmittelalterlichen Asketen und Mystikerinnen, da kommen Nahrungsenthaltung und teuflische Besessenheit zusammen, wird Hungern zum Spektakelstück, mit dem man sogar gutes Geld verdienen kann, und da ist von Liebeskrankheit und "Bleichsucht" die Rede. Beleuchtet wird in dieser spannenden und mit zahlreichen Abbildungen versehenen Kulturgeschichte der Ess-Störungen auch die Auseinandersetzung der medizinischen Wissenschaft mit dem Phänomen der Nahrungsenthaltung durch die Jahrhunderte.
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Mittelalter: Seit wann es die Magersucht gibt, weis man nicht genau. Schon im Mittelalter kannte man diese Krankheit. Zu dieser Zeit hatte die Magersucht noch keinen Namen, aber die Symptome stimmen mit der heutigen Forschungsergebnisse überein.
Die darunter leidenden Frauen wurden als Hexen verbannt, da die Männer glaubten, die Betroffene wurde vom Teufel besessen. Eigentlich ist das ganz plausibel, da Hexen oft, wie viele Magersüchtige, hysterisch oder ein Opfer einer Selbsttäuschung (wie z. B. die Kontrolle über einen menschlichen Körper zu haben) sind.

1669: Die erste allgemeine Erkennung dieser Krankheit machte der englische Arzt Richard Morton. Er schrieb eine Abhandlung über Schwindsucht. Magersucht wurde als eine „nervöse Schwindsucht“ mit Symptome wie Verstopfung, Hyperaktivität, extreme Abmagerung, Gleichgültigkeit gegenüber der Krankheit usw. bezeichnet. Wegen diesen Symptome weis man heutzutage genau, dass es sich bei „nervöser Schwindsucht“ um Magersucht handelte.

1789: Der französische Arzt J. Naudeau schrieb eine längere Beschreibung einer magersüchtigen Patientin bis zum Tod. In diesem Bericht sollte die Mutter von der Patientin Einfluss auf den Tod ihrer Tochter gehabt haben.

18. und 19. Jhdt: Weitere „nervöse Schwindsuchtfälle“ aus den westlichen Ländern Jahrhundert wurden beschrieben, aber die Krankheit war selten. Der Grund für diese Seltenheit war, dass man die Magersucht mit Tuberkulose verwechselte. Das heisst, man glaubte, sie litten unter Tuberkulose, mit der Erklärung, dass sie schlechte soziale Lebensbedingungen hatten. Aber in Wirklichkeit litten sie an Essstörungen.

1873: E. C. Lasegues veröffentlichte einen Bericht zur hysterischen Anorexie. Dieser Bericht sagte aus, dass die Krankheit aus emotionalen Störungen bestand. Er teilte sie in drei Teilen auf: der erste Teil bestand aus Störungen des Verdauungssystems, sowie eine verminderte Nahrungsaufnahme. Der zweite Teil ist, dass die Magersüchtige mit Gedanken an der Abmagerung ihres Körpers besessen war. Der letzte Teil ist, dass sie unter Verstopfung und mangelnder Elastität der Haut litt und sich in einem Zustand mit Depression und Hyperaktivität befand.

1874: William Gull aus England legte eine Abhandlung über Magersucht dar. Ein Jahr zuvor hielt er viele Vorlesungen, in denen er die Krankheit als „hysterische Apepsie“ bezeichnete. Von nun an wollte er, dass man Anorexie und Hysterie nicht mehr verwechselt werden. Er schrieb, die Krankheit sei aus psychopathologischen Gründe zurückzuführen. Er führte auch besondere Symptome wie Abmagerung, Verdauungsprobleme, verlangsamte Atmung, eine auffallende Überaktivität, Essensverweigerungsphasen und zwanghafte Essensphasen auf.
Der Name "Aneroxia nervosa" (Magersucht) stammt von William Gull.

1875: Der amerikanische Arzt Azell Ames behauptete, dass Schwindsucht die Folge von einer Störung der menstruellen Vorgänge sei, doch heute gilt Amenorrhoe als Folge und nicht als Ursache von Magersucht.

1969: Peter Dally, ein englischer Arzt, schrieb eine Monografie über Magersucht. Er beschrieb die Ergebnisse seiner Arbeit mit Magersüchtigen. Er teilte die Magersüchtigen in drei Gruppen auf: „zwanghafte“, „hysterische“ und mit gemischter Ätiologie*. Der hysterische Typ ist, wenn es jemand unmöglich ist zu essen, und der zwanghafte, wenn man noch hungrig ist, aber aus Abscheu gegenüber nicht isst.

Heute: Heutzutage weiss man, dass es sich bei Magersucht um eine psychosomatische Krankheit handelt, um ein seelisch bedingtes Leiden, das von körperlichen Symptomen begleitet wird.

*Ätiologie = Gesamtheit aller Faktoren, die zu einer Krankheit geführt haben



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